Diese Gedenkseite ist John Finlay gewidmet, einem der mehr als 725 Kriegsopfer, die mit der Gemeinde Deurne verbunden sind und von der Stichting Oorlogsslachtoffers dokumentiert wurden. Die Gemeinde Deurne und die umliegenden Dörfer Liessel, Vlierden, Helenaveen, Neerkant und Zeilberg wurden im Herbst 1944 während schwerer Kämpfe befreit. Dabei fielen Opfer auf allen Seiten: alliierte Soldaten aus Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Kanada und Neuseeland, sowie deutsche Soldaten.

Doch das Archiv umfasst mehr als nur die Gefechtsopfer auf Deurner Boden. Auch Einwohner von Deurne, die anderswo ums Leben kamen, werden gewürdigt: Zivilisten, die in Konzentrationslagern ermordet wurden, Zwangsarbeiter, die in Deutschland umkamen, Menschen, die hingerichtet wurden oder an den Folgen von Verfolgung und Unterdrückung starben. Darüber hinaus sind auch Einwohner von Deurne aufgenommen, die in deutschen Kriegsdienst traten und anderswo fielen.

Die Stichting Oorlogsslachtoffers dokumentiert seit 1995 die Geschichte all dieser Menschen, ohne Unterschied nach Nationalität, Seite oder Herkunft. Ziel ist es, jeder Person einen Namen und ein Gesicht zu geben und ihr Andenken lebendig zu halten.

 

John Finlay

Name: Finlay
Vornamen: John
Rufname: –
Geburtsdatum: 25.07.1912
Geburtsort: Keady, Armagh (Nordirland)
Wohnhaft: –
Rang / Beruf: Pionier
Erkennungsmarke: 2161226
Einheit: Royal Engineers, 278. Feldkompanie
Sterbedatum: 19.11.1944
Sterbeort: Liessel
Todesursache: Durch eine Landmine getötet
Friedhof: Kriegsfriedhof Nederweert
Gedenkstätte: –

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Weitere Informationen

Grablage: II. F. 10.

32 Jahre alt. Witwe Rose Finlay aus Forest Gate, Essex.

Johan Finlay kam durch eine Minenexplosion in der Nähe der Hoge Brug in Liessel ums Leben. Diese Minenfelder (siehe Zeichnung) mit insgesamt 58 Tellerminen wurden am 1. November 1944 vom deutschen 1. Pionier-Bataillon (Motorisiert) 33 verlegt. Am 30. November 1945 wurde das Feld von deutschen Kriegsgefangenen des 1. Pionier-Bataillons 346 unter Aufsicht des niederländischen 2. Bataillons des 8. Infanterieregiments abgesucht. Dabei wurde nur eine Landmine gefunden.

Am 24. Mai 1946 und am 17. Juli 1946 wurde versucht, die verdächtigen Bereiche umzupflügen, doch auf einem Feld versank ein Traktor, das andere war bereits vom Bauern gepflügt worden. Damals wurde in jedem verdächtigen Feld eine Zählmine gefunden; wer die anderen Minen geräumt hat, ist ein Rätsel. Auf jeden Fall war am 1. März 1945 bei einem Minenunfall eine Mine detoniert, bei dem Jacobus Verstappen ums Leben kam.

Lageplan mit den registrierten Minenfeldern in Rot und den verdächtigen Gebieten schraffiert.
Situatietekening met in rood de geregistreerde mijnenvelden en gearceerd de verdachte gebieden.

Das Feldgrab von John Finlay befand sich in der Nähe der Hoge Brug in Liessel.

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