Diese Gedenkseite ist Willi Paul Fritz Dorn gewidmet, einem der mehr als 725 Kriegsopfer, die mit der Gemeinde Deurne verbunden sind und von der Stichting Oorlogsslachtoffers dokumentiert wurden. Die Gemeinde Deurne und die umliegenden Dörfer Liessel, Vlierden, Helenaveen, Neerkant und Zeilberg wurden im Herbst 1944 während schwerer Kämpfe befreit. Dabei fielen Opfer auf allen Seiten: alliierte Soldaten aus Ländern wie dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, Kanada und Neuseeland, sowie deutsche Soldaten.
Doch das Archiv umfasst mehr als nur die Gefechtsopfer auf Deurner Boden. Auch Einwohner von Deurne, die anderswo ums Leben kamen, werden gewürdigt: Zivilisten, die in Konzentrationslagern ermordet wurden, Zwangsarbeiter, die in Deutschland umkamen, Menschen, die hingerichtet wurden oder an den Folgen von Verfolgung und Unterdrückung starben. Darüber hinaus sind auch Einwohner von Deurne aufgenommen, die in deutschen Kriegsdienst traten und anderswo fielen.
Die Stichting Oorlogsslachtoffers dokumentiert seit 1995 die Geschichte all dieser Menschen, ohne Unterschied nach Nationalität, Seite oder Herkunft. Ziel ist es, jeder Person einen Namen und ein Gesicht zu geben und ihr Andenken lebendig zu halten.

| Name | : Dorn | |
| Vornamen | : Willi Paul Fritz | |
| Rufname | : Willi | |
| Geburtsdatum | : 29.12.1926 | |
| Geburtsort | : Bad Oldesloe | |
| Wohnhaft | : Hagenstraße 15 in Bad Oldesloe | |
| Rang / Beruf | : Grenadier | |
| Erkennungsmarke | : 3625 – Panzer-Grenadier-Bataillon 48 | |
| Einheit | : Panzer-Abteilung 5 | |
| Sterbedatum | : 17.10.1944 | |
| Sterbeort | : Deurne, Walsberg | |
| Todesursache | : – | |
| Friedhof | : Deutscher Soldatenfriedhof in Ysselsteyn | |
| Gedenkstätte | : – | |
Weitere Informationen
Grablage: Feld P, Reihe 8, Grab 189
Sohn von Fritz Heinrich Klaus Dorn und Marie Christine Sophie Dorn-Möller.
Willi Paul Fritz Dorn absolvierte 1942 eine „Schießausbildung“ bei der Hitlerjugend, woraufhin er 1943 einen „Panzer-Lehrgang“ in Putlos/Holstein absolvierte. Im Jahr 1943 absolvierte er eine Ausbildung zum „Marine-Helfer bei der Flak“; neben dieser militärischen Ausbildung setzte er auch seine schulische Ausbildung fort.
1944 wollte Willi Paul Fritz Dorn der Waffen-SS beitreten, doch einer seiner Brüder, ein Leutnant der Wehrmacht, erklärte ihm, dass er nicht länger sein Bruder sein würde, sollte er sich bei der Waffen-SS melden. Dadurch landete er bei der Wehrmacht, wo er in Oldenburg zum Grenadier und „Maschinengewehrschützen“ ausgebildet wurde. Nach einer kurzen Ausbildung wurde er an die Front geschickt, wo er vier Wochen später fiel.
Aus der Zeit von 1943/1944 liegen dem Autor einige Fotos zur Einsicht vor; seine Mutter schrieb, nachdem sie die ersten Fotos gesehen hatte: „Den Jungen sehen wir wohl nicht mehr wieder.“ Diesen Jungen werden wir wahrscheinlich nie wieder sehen.“ Ihre Vermutung bestätigte sich ein Jahr später, als ihr Sohn als vermisst gemeldet wurde. Diese Ungewissheit dauerte für die Familie zwei Jahre, denn erst 1946 erhielten sie vom Schweizerischen Roten Kreuz die Nachricht, dass Willi Paul Fritz Dorn in der Umgebung von Venlo gefallen war.
Das Feldgrab von Willi Dorn befand sich in der Nähe des NAD-Lagers Wasberg, auch bekannt als Lager Wasberg, zwischen der Langstraat und der Suezlaan in Deurne; von dort wurden die sterblichen Überreste von den Alliierten auf den deutschen Soldatenfriedhof in Mierlo umgebettet (Feld 2, Reihe B, Grab 15). Am 08.10.1948 wurden die sterblichen Überreste nach Ysselsteyn überführt.
Willi Paul Fritz Dorn, als 15-Jähriger bei der Hitlerjugend (September 1942)

Willi Paul Fritz Dorn, als 16-jähriger Hitlerjugend-Marinehelfer in Brünsbüttel-Koog

Willi Paul Fritz Dorn als Grenadier (Hagenstraße 15 in Bad Oldesloe, Sommer 1944)

Sterbeurkunde (hier ist als Sterbedatum der 19.10.1944 statt des 17.10.1944 angegeben)

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